Hämorrhoiden

Was sind Hämorrhoiden? Es handelt sich um eine Gefässerkrankung im Enddarmbereich. Dabei kommt es zu krampfartigen, knotenförmigen Erweiterungen von Gefässpolstern, welche oberhalb des Schliessmuskels in der Schleimhaut liegen und an der Erhaltung der Stuhlkontinenz beteiligt sind. Sobald die Hämorrhoiden eine bestimmte Grösse erreicht haben, können diese aus der Afteröffnung hervortreten, verbunden mit äusserst schmerzhaften Entzündungen und Schleimhauteinrissen bis hin zu Thrombosen. Erkrankungen des Enddarms Enddarmerkrankungen sind weit verbreitet. Dazu zählen beispielsweise Hämorrhoiden, Analfissuren und Analfisteln. Vor einer Untersuchung oder Behandlung schrecken viele Menschen zurück, da auch heute noch die Analregion eine tabuisierte Körperregion darstellt. Dabei könnten sich die Betroffenen durch eine frühzeitig begonnene Therapie viele qualvolle Momente ersparen. Was sind Dickdarmpolypen? Polypen im Darm stellen ebenfalls ein häufiges Krankheitsbild dar. Sie werden bei 7% aller Menschen beobachtet. Es handelt sich um eine primär gutartige Wucherung der Schleimhaut, die in den Darm hineinragt, diesen verengen oder sogar verschliessen kann. Bevorzugt treten Polypen im höheren Lebensalter auf, sie befallen vor allem die Endabschnitte des Darms. Die besondere Bedeutung der Polypen liegt in ihrer Neigung zur bösartigen Entartung. Deshalb müssen Polypen unbedingt entfernt werden. Was sind die Ursachen? Als Hauptursache gilt eine angeborene allgemeine Bindegewebsschwäche. Begünstigende Faktoren sind Verstopfung und starkes Pressen beim Stuhlgang, ballaststoffarme Kost, Schwangerschaft, langzeitige stehende und sitzende Tätigkeit. 70% aller Erwachsenen über 30 Jahre leiden unter diesem Krankheitsbild. Was sind die Ursachen? Es handelt sich um eine Wucherung von Schleimhautzellen. Eine wesentliche Rolle spielt hier die familiäre Belastung. Wie werden Polypen diagnostiziert? Der Arzt kann Polypen bei tiefem Sitz durch Austastung mit dem Finger nachweisen. Blut- und Schleimbeimengungen im Stuhl lenken den Verdacht auf eine Darmerkrankung. In diesem Fall ist eine Spiegelung des Darmes unbedingt anzuraten, um eine bösartige Erkrankung auszuschliessen. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Jeder Polyp muss vollständig abgetragen werden und dann feingeweblich unter dem Mikroskop auf Bösartigkeit untersucht werden. Das Abtragen der Polypen geschieht schmerzarm während einer Darmspiegelung und einer elektrischen Schlinge. Was spürt der Patient? Ca. 60% der Betroffenen haben überhaupt keine Beschwerden. Polypen werden hier als Zufallsbefund festgestellt, z. B. bei Austastung des Enddarms. Ein Teil der Patienten berichtet über Schleimabgang, .Blut im Stuhl. oder Schmerzen. Selten können besonders tief sitzende und grosse Polypen durch den After nach aussen treten und sichtbar werden. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Bei akuten Fissuren erfolgt die Behandlung mit Salbeneinlagen, Zäpfchen und Sitzbädern. Eine behutsame mechanische Dehnung des Schliessmuskels kann versucht werden. Bei chronischen Fissuren kann durch Spaltung des Schliessmuskels eine Senkung des Spannungszustandes erreicht werden. Dieser operative Eingriff kann in Narkose aber auch in örtlicher Betäubung ausgeführt werden. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Grundlage ist die Stuhlregulierung durch ballaststoffreiche Kost und Bewegung. Verstopfung und starkes Pressen beim Stuhlgang müssen unbedingt vermieden werden. Abführmittel sollten jedoch nur im Einzelfall und kurzzeitig angewandt werden. Eine konsequente Analhygiene ist unerlässlich. Das therapeutische Spektrum umfasst hier, je nach Grösse und Ausdehnung der Erkrankung, die Verödungstherapie, die Gummibandligatur oder die operative Entfernung einzelner oder mehrerer Hämorrhoidialknoten in Anwendung mit der CO2-Lasertechnik. Was ist eine Analfissur? Es handelt sich um einen äusserst schmerzhaften längs verlaufenden Einriss in der Afterschleimhaut. Was spürt der Patient? Juckreiz und Brennen in der Aftergegend können erste Zeichen eines Hämorrhoidialleidens sein. Fremdkörpergefühl, Nässen oder Schleimabsonderungen treten hinzu. Im weiteren Verlauf kommt es zu hellroten Blutungen. Der Patient bemerkt Blut am Toilettenpapier oder als streifige Stuhlauflagerung. Im Spätstadium liegen Hämorrhoiden gut sichtbar als stark schmerzhafte, bläuliche Vorwölbungen ausserhalb des Schliessmuskels und lassen sich nicht in den Anus zurückbewegen. Es ist zu beachten, dass sich hinter den Symptomen vemeintlicher Hämorrhoiden auch eine bösartige Geschwulst des Mast- und Endarmes verbergen kann, da die Beschwerden anfangs ähnlich sind. Deshalb muss bei jedem Hämorrhoidialleiden immer ein bösartiger Tumor ausgeschlossen werden. Was spürt der Patient? Während und nach der Stuhlentleerung kommt es zu anhaltenden, krampfartigen Schmerzen, unter Umständen kann es zu kleinen Blutungen kommen. Durch Stuhlreste kann sich ein solcher Einriss leicht entzünden. Was sind die Ursachen? Ursächlich ist ein erhöhter Spannungszustand der Schliessmuskulatur, der sogenannte Muskeltonus, an erster Stelle zu nennen. Es entwickelt sich ein Teufelskreis, denn dieser erhöhte Muskeltonus wird gleichzeitig durch den Schmerz unterhalten. Begünstigend wirken harter Stuhl und Verstopfung. Mitunter kann sich eine chronische Darmerkrankung wie z. B. der sogenannte Morbus Crohn hinter diesem Erscheinungsbild verbergen.